Montag, 30. März 2009

Mein Lychener Seenlauf - 29.03.09















Zu Lychen habe ich ja durch unser jahreslanges Camping dort eine ganz besondere Beziehung. Hier befinden sich für mich die schönsten Lauferinnerungen und eines meiner Ziele demnächst - der Lychener Seenlauf.

In Ermangelung bergiger Höhen in meiner näheren Umgebung wollte ich dieses Wochenende unbedingt die doch recht anspruchsvolle Strecke in Lychen laufen.

Normalerweise beginnt der Lauf - wie der Name schon sagt - in Lychen.

Wir dagegen fuhren aber nach Alt Placht. Dieser Ort liegt etwa an der Hälfte der Strecke. Hier befindet sich auch unser Kirchlein im Grünen und wir wollten ihm unbedingt einen Besuch abstatten, was ja jedes Jahr mindestens dreimal Tradition ist.

Nachdem wir das Auto geparkt hatten und Uwe das Klappfahrrad montiert hatte, aß ich schnell noch eine halbe Banane. Mein Frühstück mit Obstsalat war bereits vor drei Stunden gewesen und gestern Abend hatte es auch nur Salat gegeben, mal sehn wie sich das heute auswirkt.

Wir liefen zunächst durch das kleine Dorf - ein Forsthaus und fünf Häuser und kein Mensch zu sehen - bis zum Ortsausgang. Hier verlief dann auch die Strecke des Laufes. Uwe und Alf schickte ich geradeaus auf den asphaltierten Radweg, ich selbst lief nach rechts um von dort auf dem Hochufer des Platkowsees zu laufen.
Diesen Weg könnte man höchstens mit Mountainbike befahren, aber nicht mit einem Klappfahrrad. Das ständige Auf und Ab stellt schon eine ziemliche Herausforderung an die Kondition und Koordination dar. Man muss sich schon mächtig konzentrieren, oft war der Weg nicht erkennbar, alles war mit Laub bedeckt und viel Geäst lag hier, von den Wurzeln ganz zu schweigen.
Aber mir macht dieses Geländelaufen Spaß, ich laufe lieber so, als auf glatter Strecke.

Nachdem ich ca. ein Viertel des Laufes und damit den Platkowsee passiert hatte, traf ich an der Wuppgartenbrücke - hier ist eine Verbindungsstelle zwischen Platkow- und Zenssee - wieder auf Alf und Uwe. Es gab ein Schluck Wasser und meine zweite Hälfte Banane. Dann machten wir uns auf den Weg am Ufer des Zenssees. Auch hier war höchste Aufmerksamkeit geboten. Uwe hatte mit dem kleinen Rad und den vielenWurzeln doch ziemlich zu tun. Trotzdem konnten wir die herrliche Aussicht auf den See und den beginnenden Frühling genießen. Wir tauschten Erinnerungen über vergangene Wanderungen und Erlebnisse aus und so waren wir dann recht schnell in Lychen angekommen. Hier ging es dann auf die Pannwitzallee in Hohenlychen und wieder zurück auf den Weg nach Wuppgarten.

Hund und Mann waren dann auf einmal verschwunden. Aber mir war schon klar, Alf musste erstmal "Zeitung lesen", denn wir hatten die Lychener Hundemeile passiert.
Der dritte Streckenabschnitt war zwar asphaltiert, aber auch hier ging es doch immer mal wieder hoch und runter.
Immer wieder drehte ich mich um, aber meine "Männer" waren nicht zu sehen. Als ich den Wuppgartenweg hinter mir gelassen hatte und auf den Weg nach Alt Placht lief, machte sich eine bleiernde Müdigkeit in den Beinen bemerkbar. Obwohl ich ja schon recht langsam lief, schlich ich jetzt nur noch. Jedes Hügelchen stellte jetzt eine Anstrengung dar. Endlich waren dann Uwe und Alf heran und ich konnte erstmal ein Schluck Wasser trinken. Ob mir jetzt das Wasser oder die Anwesenheit meiner Beiden half, es ging jedenfalls wieder etwas besser.

Als wir an unserem Kirchlein ankamen, hatte ich eine Zeit von zwei Stunden und 27 Minuten auf der Uhr. Da war ich bei einer Strecke von 16,5 km doch recht lange unterwegs gewesen.
Auf der Rückfahrt war ich dann doch ziemlich platt und hätte am liebsten ein Nickerchen gehalten.

12 Kommentare:

Petra hat gesagt…

Hallo liebe Marianne,

Du nimmst Dein Training sehr ernst und hast Spass dabei - das ist die beste Voraussetzung, um erfolgreich den Rennsteig zu bewältigen. Die Strecke sieht auch sehr gut aus, das ist bestimmt ein sehr schöner See. Viel erefolg weiterhin! Essenstechnisch scheint es ja auch gut zu klappen, oder?
Liebe Grüße
Petra

Beate hat gesagt…

Hallo Marianne,

wenn die Strecke anspruchsvoller war als sonst, ist es doch auch in Ordnung, dass Du länger gebraucht hast. Im Vordergrund sollte doch stehen, dass es Spaß macht und nicht wie schnell Du die Strecke abrennst.
Ich bleibe dabei, mit Deiner Vorbereitung schaffst Du den Rennsteig ohne Probleme. Und die Feier davor und die danach sowieso :-)
Liebe Grüße, Beate

Marianne hat gesagt…

Liebe Petra,
also wenn du mal nicht während des Urlaubs in die Berge fahren willst, Lychen und Umgebung ist wirklich ein Paradies. Uwe und ich sprechen oft darüber, als Rentner dort mal hinzuziehen. Wenn es arbeitstechnisch möglich wäre, wären wir schon dort.

Essenstechnisch fühle ich mich eigentlich noch etwas unsicher. Allerdings wäre ich euch für persönliche Erfahrungen und Tipps bezüglich des großen Tages sehr dankbar. Das bereitet mir schon etwas Kopf- oder besser gesagt Bauchschmerzen :-)!

LG Marianne

Marianne hat gesagt…

Liebe Beate,
danke für den Zuspruch, aber ich bin so schon wirklich eine Schnecke und habe auch keine Ambitionen zum Schnelllaufen. Trotzdem habe ich wirklich Muffensausen was die Dauer des Laufes betrifft.
Ob ich hinterher noch feiern kann oder vor Schwäche umfalle? :-)
LG Marianne

Petra hat gesagt…

Du wärst wohl die Erste, die abends bei der Feier vor Schwäche umfällt! *grins*

ramona hat gesagt…

Hallo Marianne,

es war ein schöner langer Lauf. Das ist die Hauptsache. Wichtig ist ja, dass Du das lange Laufen trainierst. Die km sind dabei erst einmal unwichtig. Die Ausdauer ist wichtig. Super, wie Du durchgehalten hast. Es macht viel aus, wenn man auf jemanden "wartet". Das kann sich schnell die Kräfte verringern. Aber Du hast die "Schwäche" ja gut gemeistert!

Du schaffst das, Marianne, da bin ich mir sicher! Und danach wird ordentlich gefeiert! Setz Dich nicht unter Druck!

Liebe Grüße
Ramona

PS. Das Kirchlein sieht schön aus. Ist es von innen auch so schön?
Wann ist der Lychener Seenlauf und wie lang ist der Lauf?

Marianne hat gesagt…

Liebe Ramona,

unser Kirchlein ist wirklich wunderschön. Seit wir es entdeckt haben, ist es unser liebstes Wanderziel. Es war wirklich nur eine Ruine und wurde nach der Wende wieder aufgebaut. Es ist auch drinnen wunderschön, hat aber nur begrenzt Platz.
Hier mal ein paar Links:
http://www.uckermark-kirchen.de/uckermark_a/kirche_alt_placht.htm
http://www.alte-kirchen.de/Artikel/dez2404.htm
http://www.alte-kirchen.de/Artikel08/080320.htm

Der Lychen-Lauf ist immer am letzten Samstag im April.
Die Strecken sind 8,5 km, 15,5 km und 30,5 km lang, wobei beim 30iger Lauf die 15 km-Runde nochmals gelaufen wird. Unter den Links findest du auch den Link zum Seenlauf.
Ich werde allerdings nur die 15,5 km laufen.
Es wäre natürlich schön, wenn du Lust auf Lychen bekommst und wir uns dort sehen.

LG Marianne

ramona hat gesagt…

Liebe Marianne,
ich hab gestern die Laufzeit gelesen und da stand der Termin des Laufes. Da kann ich leider nicht, hab Dienst.
Vielleicht ein anderes Mal. Da gibt's bestimmt noch Möglichkeiten.

Ich wünsche Dir viel Spaß und vor allem schönes Wetter in Lychen. :))

ramona hat gesagt…

Ein schönes Kirchlein, sogar eine Orgel habt Ihr da. :)
Danke für die Links!

Marianne hat gesagt…

Liebe Ramona,
das ist zwar schade, aber der Lauf findet ja jedes Jahr statt. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr. Wir sehen uns ja sowieso bald:-)
Leider sind wir noch nicht in den Genuss gekommen, die Orgel in Aktion zu erleben. Aber vielleicht klappt auch das mal.
LG Marianne

ramona hat gesagt…

Ich könnte ja mal über's Wochenende kommen und dann einen Gottesdienst musikalisch auf der Orgel begleiten. :)
Nur so eine Idee.

Marianne hat gesagt…

Liebe Ramona,

im Moment kommen wir nicht ganz so oft nach Lychen - ist auch fast 100 km von uns entfernt - aber spätestens wenn der Lauf ist, werde ich mich mal erkundigen, wann und wie oft dort ein Gottesdienst stattfindet. Ich glaube, das ist nicht ganz regelmäßig. Aber wäre eine schöne Idee und wir würden dann bestimmt kommen!

LG Marianne