Sonntag, 2. November 2008

Mein persönlicher Gipfellauf - 02.11.08

Nachdem es ja mit unserer Reise nach Thüringen nicht geklappt hat, wollte ich wenigstens heute in Gedanken dabei sein und meinen bisher längsten Lauf mit Gipfelsturm wagen.

Eigentlich wollte ich heute morgen zeitgleich gegen 10.00 Uhr starten. Aber als ich so gegen 7.30 Uhr aufstand, war mir schon mächtig komisch, so schwindelig. Das würde ja hoffentlich besser werden. Zunächst gab es erstmal ordenlich was zu trinken, vielleicht half das ja. Hinterher noch eine Banane, aber irgendwie wollte sich keine Besserung einstellen. Nachdem ich auch noch meine Haferflocken gegessen hatte und mir immer noch so düselig war, holte ich das Blutdruckmessgerät aus dem Schrank. Na klar, der Blutdruck war im Keller. Aber dem konnte Abhilfe geschaffen werden. Nach einer Tasse Kaffee und einem einstündigen Hausputz war der Blutdruck wieder im Normalbereich. So hatte es auch noch unserer Wohnung gut getan.

So gegen 10.50 Uhr verließ ich dann das Haus. Uwe und Alf wollten mir dann später folgen. Es war recht kühl - 6° C - sodass ich über mein Kapuzenshirt noch meine dünne Laufjacke angezogen hatte.
Zunächst lief ich den gewohnten Weg in Richtung Windkrafträder, später bog ich aber nicht nach rechts ab, sondern lief weiter geradeaus zur "Neuen Mühle". Nach weiteren 5 Minuten lagen sie dann vor mir, die Müllerberge. Hier waren wir als Kinder manchmal mit unseren Eltern zum Schlittenfahren und hier befand sich auch eine Motorcrossstrecke.
Im Vorbeilaufen sah ich dann mein Objekt der Begierde, einen sehr steilen Sandweg bis nach oben. Irgendwie sehr steil. Na gut, das werden wir später herausfinden. Erstmal ließ ich ihn rechts liegen und folgte dem Weg entlang der Müllerberge.
Als der Weg immer schlechter und matschiger wurde, machte ich kehrt und lief zurück. Und dann war er wieder da, der Weg hinauf. Es war von Anfang an sehr steil und ich versuchte immer wieder einen etwas weniger sandigen Weg zu finden. Dann war auch schon nichts mehr mit Laufen, es wurde sehr steil. Bis dann gar nichts mehr ging. Das war kein Sand mehr, das war nasser matschiger Lehmboden, in dem meine Füße versanken. Es machte keinen Sinn mehr. Ich lief langsam wieder abwärts, immer nach einem neuen Weg suchend. Über mehrere kleine Hügel ging es zurück auf den ursprünglichen Weg.

An der Neuen Mühle warteten Uwe und Alf auf mich. Uwe hatte mich von Weitem abwärts laufen sehen. Es hatte wohl so ausgesehen, als wäre ich ganz von oben runter gelaufen. Aber leider hat da noch eine ganze Menge an meinem Gipfelsturm gefehlt.
Es ging dann ganz langsam mit ein paar Umwegen zurück nach Hause. Endlich angekommen sah ich auf die Uhr und konnte es fast nicht glauben, ich war 2 Stunden und 20 Minuten gelaufen. Das war mein bisher längster Lauf. Für den ganzen Gipfellauf hätte es wahrscheinlich nicht gereicht, ich war auch ohne wirkliche Gipfel so ziemlich kaputt. Aber ich war trotzdem stolz darauf, durchgehalten zu haben.

Ich hoffe, Petra, Martina und alle anderen Gipfelstürmer hatten auch ihr Erfolgserlebnis und verbringen jetzt dort noch ein paar schöne Stunden, bevor es wieder nach Hause geht.

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Klingt toll!
Das mit dem Kaffee am Morgen kenne ich. Aber es gibt ja Schlimmeres als Kaffee und Hausputz ;-)))
Liebe Grüße

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe Marianne,
ich habe auf den Gipfeln an dich gedacht. Schön, daß Du Dir Deinen Erfolg selbst geschaffen hast. Sei stolz auf Dich! Das war doch ein richtig toller langer Lauf. Ich bin mir sicher, daß Du auch die Gipfel in Thüringen gestürmt hättest! Du hättest es geschafft!
Liebe Grüße
Petra

Anonym hat gesagt…

Gibt's was Neues von Deiner Arbeit?
Liebe Grüße

Marianne hat gesagt…

Liebe Petra, wenn ich ehrlich sein soll, konnte ich mir nach meinem Lauf nicht wirklich vorstellen, da noch was drauf zu packen. Schon die Bewältigung der Höhenunterschiede muss doch schon eine Menge Kraft kosten.
Liebe Beate, vielleicht erfahre ich morgen mehr, hatte ja jetzt zwei Tage Urlaub. Am Freitag hatte der Beauftragte der RA-Kammer jedenfalls einen Gläubiger ruhig gestellt. Jetzt prüft er erstmal die letzten Bilanzen und versucht, mit dem Finanzamt zu verhandeln.
Natürlich wäre es schön, wenn es noch einen Aufschub gibt. Trotzdem sehe ich nicht, dass wir eine reele Chance hätten. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Liebe Grüße, Marianne

Anonym hat gesagt…

Hmm, das klingt wirklich nur nach Aufschub. Ja, halte uns mal auf dem Laufenden. Wir drücken auf jeden Fall ganz fest die Daumen!!!