Samstag, 2. Mai 2009

Baasee-Lauf - 01.05.09




Erst heute schaffe ich es, meinen Bericht über meinen "1. Wettkampf" fertigzustellen. Irgendwie habe ich mit unserem PC zu Hause immer Schwierigkeiten, alle gewünschten Fotos einzufügen.

Gemeinsam mit Lutz und Gudrun fuhren wir am 1. Mai nach Bad Freienwalde. Der Kurort liegt am Rand zum Oderbruch am Übergang zum Barnimplateau und weist für Brandenburgische Verhältnisse extreme 150 m Höhenunterschiede auf.
Und die wollten wir heute als Vorbereitung für den Rennsteiglauf unter die Füße nehmen, beim 31. Baasee-Lauf. Die 12,5 km - Grudrun und Lutz als Nordic Walker und ich als Läufer.

Als wir gegen 12.00 Uhr im Jahn-Stadion ankamen, war noch nicht sehr viel los. Da wir bis zum Start um 14.00 Uhr noch Zeit hatten, wollte ich mit Uwe noch eine Sehenswürdigkeit von Bad Freienwalde besichtigen.
Nahe dem Stadion liegt nämlich eine weitere Besonderheit Brandenburgs und wahrscheinlich des gesamten Nordens Deutschlands - eine Wintersportanlage mit vier Skischanzen.































So bestieg ich dann mit Uwe den 38 m hohen Schanzenturm und genoss von hier die Aussicht auf die Umgebung von Bad Freienwalde.

Als wir dann wieder beim Abstieg waren, konnten wir hören, wie der Stadion-Sprecher die Teilnehmer begrüßte.

Er erzählte, dass der Lauf fast ausgefallen wäre, da aufgrund der höchsten Waldbrandstufe der Lauf hätte eigentlich nicht stattfinden dürfen.
Aufgrund der hohen Temperaturen bat er auch alle Teilnehmer an der Versorgungsstation das Trinken nicht zu vernachlässigen.

Gegen 13.45 Uhr kam nochmal eine Durchsage und es wurde mitgeteilt, dass der Start sich um ein paar Minuten verschieben könnte, da einige Berliner Lauffreunde noch im Stau standen.

Aber um 14.05 Uhr kam dann das Signal zum Start. Alle Läufer und Walker starteten gemeinsam.






























Der Start erfolgte im Stadion und dann ging der Lauf zunächst durch den Kurpark und das Brunnental zum Baasee, weiter über den Sieben-Hügel-Weg zurück zum Jahn-Stadion. Fast die gesamte Laufstrecke lag im Wald.
Die 25-km-Läufer mussten dann diese Runde noch einmal laufen.

Die ersten Kilometer verliefen für mich nicht so toll. Ich versuchte den Anschluss ans Läuferfeld nicht zu verlieren, lief dadurch aber in einem Tempo, was offensichtlich zu schnell für mich war. Irgendwann ließ ich die anderen Läufer ziehen und versuchte mein eigenes Tempo wieder zu finden. Vor mir lief ein älterer Herr, zwar langsam, aber kontinuierlich. Bis zur Versorgungsstelle am Baasee blieb ich immer im gleichbleibenden Abstand hinter ihm.

Hier traf ich dann auf Doris aus Potsdam. Wir kamen ins Gespräch und ab da liefen wir gemeinsam.

Auf einmal lief es wieder richtig gut und wir konnten uns sogar noch unterhalten. Jetzt verging die Zeit wie im Flug. Die Berge nahmen wir eher gehend, aber das war bei den Temperaturen auch besser so.

So liefen wir dann gemeinsam - zwar als Vorletzte, aber dafür lächelnd - im Stadion ins Ziel. Doris wurde dort von ihrem Mann - der bereits schon einige Zeit selbst durchs Ziel gekommen war - in Empfang genommen. Ihr Sohn befand sich jetzt auf der zweiten Runde - also eine richtige Läuferfamilie.
Als wir uns später verabschiedeten, versprachen wir uns ein Wiedersehen im Festzelt in Schmiedefeld. Doris ist schon das achte Jahr am Rennsteig dabei und wird in diesem Jahr den Halbmarathon laufen.
































Zehn Minuten nach meinem Zieleinlauf kam bereits der erste Nordic Walker und das war Lutz. Gudrun kam dann ca. 5 Minuten später als erste Frau bei den Nordic Walkern durchs Ziel.































Hinterher wanderten wir nochmal gemeinsam um den Baasee und genossen in der rustikalen Waldschenke unsere Belohnung.














14 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Freundin Marianne♥
Wieder ein herrlicher Bericht mit ebenso herrlichen Photos. Es macht mir Freude auf diesem Wege dich zusammen mit deiner Familie zu sehen.
Bad Freienwalde, Schmiedefeld, Mensch liebe Marianne, da bekomme ich Heimatgefühle!
Ich bin so zufrieden, froh daβ wir uns auf diesem Wege entdeckt haben.
Ich habe dich heute auch schon im Sinne gehabt, siehe in meinem Blog dernNeuen Beitrag über Schwedt!
Und es nimmt kein Ende, aber nicht alles auf einmal. Morgen will ich ein aussagekräftiges Bild geben von jungen AWG Mitglieder in Schwedt.
Später, wenn ich fertig sein werde mit dem Inhalt dieses Buches, will ich Bilder bringen aus dem Bildbuch „Land am Strom der Freundschaft“. Kennst du es? Es gibt darin eine Menge schöne Bilder über Schwedt. Ist alles historisch geworden…
Über eine Zuschrift von dir werde ich mich wieder riesig freuen.
Es grüβt ganz lieb,
xxx
Deine Freundin
Nadja

Wie ich am 1. Mai schrieb, es ist 25 Jahre her daβ ich das erste Mal besuchsweise hier war und dann im Januar 85 erfolgte die Ausreise. Da waren doofe Leute die meinten ich müβte in der BRD ins Lager! Alsob Belgien kein eigenständiges Land wäre. Gar nicht.
Unsere Organen haben mich ein bisschen Spieβruten laufen lassen, aber danach war alles in Ordnung. Im VPKA sagte Genossin Pila snippisch „Ich habe noch was anderes zu tun als mich um ihren Paβ zu kümmern“, dabei lag er schon seit ein paar Tagen bereit. Ich wurde noch belehrt daβ ich beim belgischen Konsulat ein Visum abholen sollte. Was gar nicht nötig war, weil ich schon meinem belgischen Paβ in der Tasche hatte, und am selben Abend bin ich legal und problemlos ausgereist.

Ich habe folgende Frage auf sprachlichem Gebiet: Kannst Du dir die Niederländische (Flämische, das ist fast dasseble) Sprache in meinem Blog deuten? Oder ist ganz unverständlich?

Küstenrennmaus hat gesagt…

Hallo,
das klingt nach einer gelungenen Premiere als Wettkampf. Schön, daß Du lächelnd und zufrieden ins Ziel kamst.

Ich freu mich schon auf den rennsteig Bericht.

Liebe Grüße von der Küstenrennmaus

Marianne hat gesagt…

Liebe Ingeborg,
vielen Dank für deinen Kommentar.
Habe auch gerade deine Harz-Bilder bewundert. Die geben mir schon das richtige Gebirgsfeeling für den Rennsteig.
LG Marianne

Marianne hat gesagt…

Liebe Nadja,

also richtig deuten kann ich das Niederländische nicht. Vielleicht wenn man weiß, was es heißt, erkennt man auch die Ähnlichkeit. Wenn jemand niederländisch spricht, denkt man ja auch immer, das hört sich an wie deutsch. Aber beim Lesen konnte ich nur wenig übersetzen.

Freue mich immer über deine Schwedter Geschichten und Bilder. Manches ist fast schon vergessen und doch noch vorhanden.
Liebe Grüße,
Marianne

Petra hat gesagt…

Liebe Marianne,
herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten großen offiziellen Lauf! Bleib dir immer selbst treu und finde dein eigenes Tempo! Auch - oder gerade im hinteren Teil des Feldes geht es oftmals lustiger zu als ganz vorn!
Den Rennsteig rollen wir von hinten auf! :))
Liebe Grüße
Petra

Anonym hat gesagt…

Liebe Freundin Marianne♥
Auch heute ist Schwedt an der Tagesordnung in meinem Blog.

Sehr richtig, von Deutsch aus versteht man nicht ohne weiteres Niederländisch(und umgekehrt dasselbe). Aber Plattdütsch hilft schon etwas. Ich erinnere mich an Ulrich MAKOSCH (von der AK), der war mal in West Flandern (bei der Nordseeküste) und mit seinem Platt war er imstande mit die streikenden Arbeiter zu sprechen.
Leider (für mich) beherrschen hier nur wenige von den jungen Semestern Deutsch.
Ich hatte mir schon in der DDR Niederländisch Kenntnisse erworben, ich konnte hier vom ersten Tag an normal mit den Leuten sprechen. Man hört bei mir wohl noch den deutschen Zungenschlag (Akzent) heraus. Wenn es zweckdienstlich benachdrucke ich es sogar mal! Es heiβt dann respektvoll „ Ah, Mevrouw is Duitse!“. Ich möchte ja nicht angeben, aber ich habe mich auch Französisch gut angenommen. Ich liebe einfach Sprachkenntnisse, und ich lebe doch in diesem dreisprachigen Land (mit Niederländisch, Französisch und Deutsch als Amtssprachen) . Russisch kenne ich doch auch noch ein wenig, und sogar das Polnische was ich in Ffo. gelernt habe auf der Abendschule (damals Anfang der 70er Jahre wo die Freundschaftsgrenze geöffnet wurde) kommt mich hier mal zu Nutzen.
Kurz gesagt: meimem Blog MUβ viersprachig (NL FR ENGL DEUTSCH) sein. Meine ♥♥Enissa♥♥ hilft mir auch dazu!
Kleine Frage: Aus welchem Bezirk sind deine Eltern nach Schwedt gekommen?
Meinem Vater (DVP) hatte öfters im PCK Schwedt dienstlich zu tun, und als kleines Mädchen dürfte ich öfters mal mitfahren.
Es grüβt ganz lieb,
deine Freundin
Nadia
xxx

Marianne hat gesagt…

Liebe Petra,

eigentlich hatte ich mich ganz hinten mit den NW eingeordnet, aber irgendwie schienen auf einmal alle ganz schnell. Es kam mir vor wie ein Sog! Zum Glück gibts am Rennsteig ja die entsprechenden Blöcke bzw. Zugläufer. Ich hoffe, dass mir da sowas nicht passieren kann.
:-)Klar wird dann der Rennsteig von hinten aufgerollt!
LG Marianne

Marianne hat gesagt…

Liebe Nadja,

leider haben meine Sprachkenntnisse sehr gelitten, selbst mein Englisch ist mir fast abhanden gekommen. Dabei war ich früher sehr an Sprachen interessiert!
Im Moment fehlt mir auch etwas die Zeit dazu.
Plattdütsch wird hier in der ländlichen Umgebung noch recht viel gesprochen. Meist verstehe ich das auch recht gut.

Meine Eltern sind übrigens 1967 aus Gardelegen in der Altmark (Bezirk Magdeburg) nach Schwedt gezogen. Sie waren aber nicht im PCK. Aber ich hatte einen Opa und einen Onkel,die schon früher nach Schwedt gezogen sind und die in der Papierfabrik angefangen haben.

Bis zum nächsten Mal!
LG Marianne

ramona hat gesagt…

Hallo Marianne, das liest sich nach einem sehr schönen Lauf. Herzlichen Glückwunsch, dass Du ihn gut ins Ziel gebracht hast. Zeit ist relativ. Eigentlich unwichtig. Wichtig, Du warst dabei und hattest Spaß am Laufen.
Herzlichen Glückwunsch auch an Deine walkenden Freunde!

LG, Ramona

Ika hat gesagt…

Hallo Marianne,
Dein Laufbericht gefällt mir.
Ich selber werde meinen ersten Lauf im September haben.
Bin schon gespannt. ;-)
Sehr erstaunt war ich, als ich gerade las, dass Du in Schwedt/ Oder lebtest oder lebst?
Meine Mutter kam aus Criewen/bei Schwedt. Mein Onkel wohnt noch in Schwedt.
Irgendwie ist mir das fast ein Stück Heimat, weil meine Mutter so oft davon erzählt hat.
Zwei Mal war ich auch schon in Schwedt.
Liebe Grüße
Ika

Marianne hat gesagt…

Danke liebe Ramona!
Bisher habe ich mich doch immer etwas gedrückt. Als ich so alleine im Wald hinterher gelaufen bin, habe ich meine Befürchtungen fast bestätigt bekommen. Aber dann hat es wirklich Spaß gemacht hat.
Meine Freunde haben schon einen gewissen Ehrgeiz entwickelt, sie sind für den Rennsteig echt motiviert!
LG Marianne

Marianne hat gesagt…

Liebe Ika,
es wäre schön, wenn ich dich auf deinem Lauf in Eberswalde begleiten könnte! Es sei denn, du bist mir zu schnell.
Falls du mal wieder nach Schwedt kommst, können wir ja auch einen gemeinsamen Lauf machen.
Übrigens findet zum Herbst hin eventuell in Criewen auch ein Lauf statt. Falls du Interesse hast, ich könnte mich mal erkundigen.
LG Marianne

Anonym hat gesagt…

Hallo Marianne,

jetzt bin ich auch endlich mal in Deinen Blog gestolpert und lese gleich etwas von Deinem ersten gelungenem Wettkampf. Herzlichen Glückwunsch! Einfach war es bei der Wärme ganz sicher nicht.
Am nächsten Wochenende werden wir uns dann ja - hoffentlich ganz munter - in Schmiedefeld treffen. Das Wohnmobil steht gleich hinterm Ziel rechst... aber das kannst Du ja alles im Rennsteig-Thread lesen.

Ein schönes Wochenende und viele Grüße!

Klaus_x

Marianne hat gesagt…

Hallo Klaus,
schön hier von dir zu lesen.
Freue mich schon auf das kommende Wochenende und das Kennenlernen.
Foritreffen also beim Wohnmobil-wir sehn uns!
LG Marianne