Dienstag, 14. April 2009

Ostern - 12.04.09















Das Osterfest haben wir in unserer Hütte in Friedrichsthal verbracht.

Das Wetter war einfach toll - zwar etwas windig, aber ansonsten sonnig und warm.

Am Ostersonntag bin ich dann kurz vor 8.00 Uhr zu meinem langen Lauf aufgebrochen.
Die morgendliche Kühle ließ mich zwar noch etwas frösteln, aber der Sonnenschein versprach einen warmen Tag, sodass ich gleich ohne Jacke los lief.

Die ersten drei Kilometer lief ich durch den Wald, diesmal einen etwas sandigen Waldweg, aber Asphalt und Beton konnte ich später noch genug unter die Füße bekommen.
Dann ging es nach links zur ersten Brücke, der Teerofenbrücke. Nun lief ich nach rechts auf den Oder-Neiße-Radweg. Diesen lief ich über Gatow bis zur Schwedter Querfahrt. Diese Strecke beträgt etwas 11 km und hier ging es dann nach links auf einen doppelspurigen Plattenweg. Dieser führt zunächst entlang der Querfahrt bis zur Oder.
















An der Oder angekommen bog der Weg wieder nach links ab und ich war bereits zwei Stunden gelaufen.
Jetzt hatte ich den Strom an der rechten Seite und die noch immer teilweise überschwemmten Polderwiesen auf der linken. Trotz kleiner zwischenzeitlicher Schwächen hatte ich immer ein Lächeln im Gesicht. Ich begegnete kaum einem Menschen, dafür lauschte ich dem andauernden Froschkonzert und dem Vogelgezwitscher und ab und an sah ich Rehe, einen Wiesel und etliche Enten, Schwäne und Fischreiher.

Als vor mir hoch oben eine Stromleitung auftauchte, wusste ich, jetzt geht es gleich noch einmal nach links und ich laufe in Richtung Friedrichsthal. Als ich um die nächste Kurve lief, holte ich mein Handy hervor und klingelte Uwe an. Er sollte hoch zum Deich kommen.
Ich konnte ihm an dieser Stelle aber nur von weitem zuwinken, denn hier befand sich die Hohensaatener-Friedrichsthaler-Wasserstraße zwischen uns und die nächste Brücke ist erst wieder in Teerofen. Dorthin musste ich jetzt noch drei Kilometer laufen

An der Brücke angekommen traf ich auf Freunde, die mit ihren Kindern eine Radtour machten. Wir scherzten ein wenig und dann trennten sich wieder unsere Wege. Ich lief jetzt wieder in Richtung Wald und bald kam mir Uwe auf dem Fahrrad und Wassernachschub entgegen, sodass ich auch meine letzten Kilometer gestärkt hinter mich bringen konnte.

In Friedrichsthal angekommen war ich vier Stunden und 16 Minuten unterwegs gewesen und hatte zwar etwas müde Beine, aber ich hatte das Gefühl, mein Lauf hätte noch andauern können. Und damit habe ich mir selbst mein schönstes Ostergeschenk gemacht.

Ich hoffe, Ihr hattet alle schöne Osterfeiertage und wünsche Euch eine gute Woche.

















10 Kommentare:

Ika hat gesagt…

Hallo Marianne,
danke für den wunderschönen Laufbericht.
Ja, Du hast Dir wirklich ein Ostergeschenk mit diesem Lauf gemacht.
Vier Stunden Laufen, ein Traum!
Wunderschöne Fotos hast Du gemacht.
Die Natur ist auch in Berlin einfach nur schöööön.
Ich freue mich auf weitere Berichte von Dir.
Liebe Grüße
Ika

Marianne hat gesagt…

Liebe Ika,
vielen Dank für deine netten Zeilen.
Habe dich bei meinen Links vermerkt, damit mir auch gar nichts mehr entgeht:-)!
LG Marianne

Anonym hat gesagt…

Liebe Marianne♥
Mein Herz klopft schneller beim ansehen deiner schönen Oderlandschaftsbilder.
Es grüβt ganz lieb aus Flandern (Belgien)
xxx
Nadja

Marianne hat gesagt…

Hallo Nadja,
habe zwar schon mal bei dir reingeschaut, aber deine Beziehung zu Schwedt und Umgebung hat sich mir noch nicht ganz offenbart.
Ich melde mich auf jeden Fall, wenn ich etwas mehr Zeit finde und mehr bei dir lesen kann.
Bis dahin liebe Grüße
Marianne

ramona hat gesagt…

Hallo Marianne, ein schöner Bericht. Toll, wie lange Du gelaufen bist und dann immer noch gut drauf. Das ist doch das beste am Laufen.

Ich wünsche Dir weiter alles Gute!

Liebe Grüße
Ramona

Petra hat gesagt…

Hallo liebe Marianne,

ein wunderschöner Laufbericht mit so tollen Bildern! Wenn Du solange lächelnd laufen kannst, dann wirst Du auch auf dem Rennsteig keine Probleme haben. Dein erster Marathon wird bestimmt ein ganz großer Erfolg für Dich!

Liebe Grüße
Petra

Marianne hat gesagt…

Liebe Ramona, liebe Petra,
vielen Dank!

So ganz folgenlos ist mein Lauf dann doch nicht an mir vorbeigegangen, ich hatte zwei Tage lang schon schwere und müde Beine. Gestern war laut Trainingsplan das Fahrtspiel dran und es hat mich schon eine Menge Kraft gekostet, zum Schluss lief ich wie auf glühenden Kohlen.
Trotzdem zehre ich immer noch von meinem Lauferlebnis. Der Frühling ist die schönste Zeit.

LG Marianne

Anonym hat gesagt…

Liebe Freundin Marianne♥,
Für heute nur soviel: Wir sind sozusagen „Landsleute“. Ich habe doch in der Bezirkstadt Frankfurt/Oder gelebt. Bin aber keine geburtige Frankfurterin! Ich bin als Kind mit meinen Eltern dahingeraten in 1955. Stelle Dir vor was das damals war aus Elbflorenz nach Frankfurt/Oder... meine Mutter und ich fühlten es alle Jahren wie eine Verbannung an.
Ich bin aus unserer Republik LEGAL ausgereist in Januar 1985. Gucke auch mal in meinem Profil, nach meinen Lieblingsbücher, es wird dir schon einige Aufschlüsse besorgen. Ich freue mich unheimlich dich jetzt als Internetfreundin gewonnen zu haben. Wir werden bestimmt noch sehr vieles auszutauschen haben. Ich lade dich ein, dir als „regelmäβige Leserin“ meines Blogges einzutragen. Das ist ganz einfach: Du gehst ganz unten der Startpagina und triffst dort die Rubrik „Schöner unsere Frauen und Gemeinden mach mit“, wo bereits 15Freundinnen sich eingetragen haben. Sehr willkommen, ich erwarte dich!
Es grüβt ganz lieb,
Deine Freundin
Nadja
xxx

Ika hat gesagt…

Hallo Marianne,
ich werde Dich auch verlinken,
dann entgeht mir nix. ;-)
Liebe Grüße
Ika

Marianne hat gesagt…

Liebe Nadja,

habe auch mal ein Jahr in Dresden gelebt, wenn ich gekonnt hätte, wäre ich niemals nach Schwedt zurückgegangen. Aber in Dresden war es noch schwerer eine Wohnung zu finden, als dann in Schwedt.
Einige Schriftsteller deiner Lieblingsbücher sagen mir was, vielleicht habe ich das eine oder andere Buch schon gelesen. Ich lese zwar immer noch, aber es nimmt nicht mehr so einen großen Platz in meiner Freizeit ein.

LG Marianne