Sonntag, 10. August 2008

Woblitz/Schmaler Luzin 09./10.08.08

09.08.08

Unser Wochenende verbrachten wir wieder auf unserem Campingplatz. Da wir aber Samstagvormittag noch einen Termin in Lychen hatten, ließ ich diesmal die Tour mit Jürgen sausen.
Dafür stand ich dann schon um 6.00 Uhr auf, um mal wieder an die Woblitz zu laufen.
Um meinen müden Gliedern wenigstens etwas Zeit zum Aufwachen zu geben, ging ich zunächst über den Campingplatz bis hinunter zur Straße. Dort lief ich dann langsam los.

Es ging zunächst vorbei am Wurlsee, der heute trotz des herrschenden Windes relativ ruhig dalag. Dann durchlief ich eine Siedlung. Hier gibt es einige nette Pensionen und viele schöne Ferienwohnungen. Auf einer kleinen Straße lief ich bis an die Hauptverkehrsstraße nach Fürstenberg. Hier kann man durch einen kleinen Fahrradtunnel unter der Straße hindurch laufen. Der Weg führt dann ziemlich steil bergab. Auf der Rücktour brauche ich hier immer meine ganze Energie. Aber jetzt ließ ich es einfach "rollen".
Ich überquerte eine Draisinestrecke, geradezu war der Fischer und dann ging es nach rechts durch ein großes Bungalowdorf. Nun lief ich immer entlang des Großen Lychensees. Bald verließ ich auch das Feriendorf und hatte nur noch Wald um mich herum. Hier war auch nichts mehr vom Wind zu merken. Es war einfach nur noch schön.
Irgendwann kam ich dann an meinem Lieblingsplatz an. Am Ende des Sees beginnt hier ein kleiner Fluss, die Woblitz. Wir haben hier schon die schönsten Kanutouren gemacht. Leider habe ich keine Kamera dabei. Es ist einfach herrlich und ich erwische mich immer wieder beim Grinsen.
Ich folge noch eine gewisse Zeit dem ausgewiesenen Wanderweg, hier stehen große dunkle Tannen und man kommt sich vor wie in einem Märchenwald. Dann trete ich den Rückweg an.

Mein Lauf dauert 72 Minuten und als ich am Campingplatz ankomme, hat der Bäckerwagen schon geöffnet. Noch ein paar leckere Brötchen gekauft - hier gibts wirklich die besten Körnerbrötchen - , ich freue mich auf das Frühstück mit Uwe und der Tag kann kommen.

10.08.08

Für heute war eine Wanderung mit unseren Freunden um den Schmalen Luzin geplant.

Hierzu fuhren wir mit dem Auto über Feldberg nach Carwitz. Carwitz ist ein netter Urlauberort, ausgerichtet auf Kanu- und Fahrradtouristen, aber auch auf kunstinteressierte Urlauber. In der Umgebung findet man unzählige Töpferhöfe und Malerateliers. Hier gibt es u. a. auch das Fallada-Haus. Der Schriftsteller (u. a. Kleiner Mann - was nun?, Wer einmal aus dem Blechnapf frisst) hat hier einige Jahre gelebt, hier kann man auch sein Grab besuchen.

Unsere Wanderung führt dann von Carwitz nach Hullerbusch, wo sich auch ein Schafladen befindet. Hier kann man alles vom Schaf käuflich erwerben. Nach einer Stunde Weg können wir dann endlich ans Ufer des Schmalen Luzin. Hier befindet sich die Anlegestelle der wohl kleinsten handbetriebenen Fähre Europas. Sie wird durch ein Handrad in Bewegung gesetzt und Anton, der 11-jährige Sohn unserer Freunde durfte uns dann übersetzen.

Drüben angekommen leisteten wir uns alle ein Eis und dann ging es auf dem Uferweg zurück nach Carwitz. Leider fing es dann zu regnen an, wobei wir zunächst noch durch die Bäume geschützt waren. Später tropfte es auch von den Blättern und wir kamen nach unserer insgesamt dreistündigen Wanderung etwas durchnässt wieder in Carwitz an. Trotzdem war unsere Stimmung super. Sie wurde nur dadurch getrübt, dass wir uns auf den Heimweg machen mussten und unsere Freunde zurück zum Campingplatz fahren konnten, um ihren Urlaub fortzusetzen. Aber da wir nur noch eine Woche zu arbeiten haben, verabschiedeten wir uns in Vorfreude auf unseren kommenden Urlaub.












5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ach - seufz, das klingt doch schon richtig nach Urlaub. Ich habe beim Lesen so richtig mitgefühlt und bin zwar nicht mitgelaufen, aber mindestens mitgewandert ;-)
Du läufst ja richtig lange, Hut ab!
Viele Grüße, Beate

Marianne hat gesagt…

Hallo Beate, es ist auch fast immer wie ein kleiner Urlaub. Allerdings fahren wir jeden Freitag 100 km hin und Sonntag 100 km zurück. Auf die Dauer und bei den Spritpreisen ist es nicht immer machbar. Wenn es dort landschaftlich nicht so toll wäre, hätten wir schon lange aufgehört. Hattest du denn schon Urlaub?
LG Marianne

Anonym hat gesagt…

Hallo Marianne,
irgendwie ist doch für Dich jedes Wochenende wie ein kleiner Urlaub! Genisse es solange es irgendwie geht! Der Winter ist noch lang genug zum Daheimsitzen...
Deine Läufe werde ja immer länger... Vergiß aber nicht: Der Rennsteiglauf ist erst nächstes Jahr!
LG
Petra

Marianne hat gesagt…

Hallo Petra, es fällt mir wirklich schwer, mich zurückzunehmen was die Laufumfänge betrifft. Lauf schon bewusst nur dreimal und auch nur einen längeren Lauf. Trotzdem möchte ich den Umfang meines langen Laufes steigern, damit ich diese Ausdauer dann übern Winter halten kann. Denn wer weiß, wie der hier wieder wird. Aber ich verspreche, nicht zu viel zu tun. LG Marianne

Anonym hat gesagt…

100 km ist schon ordentlich, da hast Du recht. Aber wenn es sich so dermaßen rentiert, dann macht man es halt.
Ich war dieses Jahr schon zweimal in Urlaub, im März in Holland und im Mai in Irland (Wahnsinnsurlaub!!!!). Wir haben zwar im September nochmal zwei Wochen, wissen aber nicht, ob wir da was machen, wenn, dann spontan.
Liebe Grüße