Sonntag, 3. August 2008

Neue Mühle - 02.08.2008

Da wir dieses Wochenende nicht auf unseren Campingplatz fahren wollten, hatte ich für mich mal wieder einen längeren, langsamen Lauf geplant.

Am Samstagmorgen fiel es mir nicht schwer, aus dem Bett zu kommen. In der Nacht war zwar ein ziemlich starkes Gewitter gewesen und ich hatte auch sehr unruhig geschlafen, trotzdem hielt mich nichts im Bett. Also nichts wie raus aus den Federn.

Da zum Wochenende unseren Hund nichts von seinem Herrchen trennen konnte, lief ich gleich von der Haustür los.
Nach ca. 10 Minuten gings heute mal nicht rechts herum, sondern nach links über die Brücke. Vorbei an einem Kraftwerk und einer Gartenanlage laufe ich dann wieder nach rechts auf einen Feldweg. Von den teilweise abgeernteten Getreidefeldern stieg mir der Duft nach frischem Mist entgegen. Auf der linken Seite gings dann an drei Windkrafträdern vorbei. Dahinter waren die Tabakfelder zu sehen, auf denen Saisonkräfte bereits am "Blatten" waren. Der Tabakanbau hatte hier früher große Tradition. Zu DDR-Zeiten hatten hier viele Einheimische ihr Einkommen durch eigenen Tabakanbau aufgestockt.

Nun ging der Weg unter Eichen hindurch, ab und zu ein wilder Apfelbaum, über mir knisterte die Starkstromleitung.
An der nächsten Kreuzung bog ich dann nach rechts ab. Hier hingen allerdings Brennnessel von beiden Seiten auf den Weg, sodass ich auf die Grasnarbe in der Mitte ausweichen musste. Da das Gras aber noch ziemlich nass war, war ich froh, als dann wieder die ganze Breite zur Verfügung stand.

An der Welsebrücke sollte mein Wendepunkt sein. Ca. 400 m weiter befinden sich dann auch die Müllerberge und damit ein weiteres Gebiet, auf das sich das Training ausweiten ließ.
Neben mir sehe ich aus dem Schilf einen Fischreiher aufsteigen und ein Kranich schreit in der Nähe. Habe seit dem Frühjahr schon keinen mehr gehört, also sind sie doch noch da.
Später sehe ich noch zwei Rehe durchs Getreidefeld springen.

Nach 82 Minuten bin ich wieder zu Hause. Auf meinem Gesicht liegt ein Schweißfilm. Nachdem wir tagelang sehr trockene Hitze hatten, ist die Luftfeuchtigkeit jetzt wieder sehr hoch.

Am Nachmittag fahren wir die 15 Kilometer mit dem Fahrrad nach Friedrichsthal zu meinen Eltern und übernachten dort. Heute gings dann nach dem Kaffeetrinken wieder zurück.

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Marianne,
man liest richtig zwischen den Zeilen, wie Dir das Laufen Spass macht. 82 min ist doch schon eine ganz ordentliche Zeit!
Und dann noch ein irrer Duft von frischem Mist! :)))))
(im Ernst: ist mir tausendmal lieber, als Autoabgasgestank)
Liebe Grüße
Petra

Anonym hat gesagt…

Guten Morgen Petra, ja Mist ist zwar nicht mein Lieblingsduft, aber besser auch als Gülle und Abgase. Den Spaß am Laufen habe ich auch nach 10 Jahren nicht verloren, aber jetzt, wo ich mir ein konkretes Ziel gesetzt habe, habe ich wirklich jeden Tag genossen. Als wenn mich jeder Lauf dem Ziel ein bisschen näher bringt und ich hoffe, dass es so bleibt.
LG Marianne

Anonym hat gesagt…

Also Ihr dürfte gerne mal lachen, aber ich mag Güllegeruch. Er riecht doch einfach nur nach Landwirtschaft und davon haben wir - zumindest hier in der Gegend - sowieso nicht mehr genug.
Übrigens Marianne, Brennnesseln sind gut gegen Rheuma, macht also nichts, mal kurz reinzuspringen. Schade, wollte hier einen hüpfenden Smiley reinstellen, kriege ich aber nicht hin. Schaaade!

Anonym hat gesagt…

Im Herbst kommt auf die Felder gegenüber unserem Haus immer Gülle, da heißt es drei Tage lang die Fenster geschlossen halten. Ich bin ja ansonsten für merkwürdige Gerüche zu haben, aber Gülle, nein danke!

Habe auch kein Glück mit dem Smiley!

LG Marianne

Anonym hat gesagt…

Hallo Marianne,
mit den Smileys kenne ich mich bei blogspot auch nicht aus. Bei Overblog könnte ich Dir helfen, aber hier nicht....
Ich habe es mal versucht, aber die Vorschau zeigt nur den Code...
LG
Petra